Wir waren an unserem Wochenendhaus, wie fast jedes Wochenende, und hatten noch einige Arbeit im Garten. Deshalb hatten wir IHN nicht gleich bemerkt.

Er lief neugierig an unserem Zaun auf und ab. Wir hatten den Hund vorher noch nicht gesehen, und wir wussten auch nicht wem er gehörte. Von weitem sah er aus wie ein Rottweiler, zumindest war seine Färbung so. (Heute wissen wir, die Mutter ist ein Labrador, der Vater ein Pointer-Mix und “ein” Großvater war ein Rottweiler).

Ich war gerade auf dem Weg zurück ins Haus um noch einige Gartengeräte zu holen als mein Mann mir hinterher rief, ich solle etwas Wasser mitbringen. Wieder auf dem Rückweg, die Hände voll, blieb ich wie angewurzelt stehen (Schock). Der Hund kam in vollem Tempo auf mich zu gerannt, mein Mann hatte IHN rein gelassen!

Kurz vor mir bremste der Hund ab, warf sich auf den Boden und wollte spielen.

Ich war erleichtert, mein Mann kam auch hinzu und wir spielten lange mit dem Ansteller.

An diesem Tag blieb ER solange bis sein Besitzer unser Nachbar kam, den wir bis dahin noch nicht näher kannten. Dieser freute sich, das „Bingo“ neue Freunde gefunden hat.

Seit damals, es war Ostern 2000, kommt uns Bingo immer besuchen wenn wir zu unserem Wochenendhaus fahren. Er hört anscheinend schon unser Auto von weitem und ist dann nicht mehr zu halten.”Sagt Arndt”.

Das hat sich bis heute nicht geändert!)

Er blieb meistens, mit dem Einverständnis seines Herrchens, über Nacht. Arndt; Bingos Herrchen war froh darüber denn er war öfter unterwegs und so war Bingo nicht allein und in guten Händen.(Wie Arndt immer sagt) Bingo ist uns in dieser Zeit ganz schön ans Herz gewachsen.

Nach diesen zwei Jahren der Freundschaft mit diesem Hund fiel es uns immer schwerer uns von ihm zu verabschieden. Eins stand fest:

 

-Wir wollen auch so einen Ansteller haben-

 

Wir hatten dicke Bücher über Hunde, Hunderassen usw. gewälzt aber entscheiden konnten wir uns nicht. Wir fanden einfach nichts passendes für uns. Wir wollten einen netten, schlauen, Kinderfreundlichen Familienhund, der auch aufs Haus aufpasst.

Bis wir im Internet auf  verschiedenen Webseiten von Weissen Schäferhunden stießen. Wir waren vom Aussehen und der Wesensbeschreibung dieser Hunderasse so begeistert, das für uns kein anderer Hund mehr in Frage kam. Nach einigen Telefonaten mit Züchtern fanden wir unseren Favoriten und wollten dort einen Welpen erwerben. Es musste ein Rüde sein, da waren wir uns einig aber da die Züchter lediglich eine trächtige Hündin hatten und keiner wusste ob ein Rüde beim Wurf dabei sein wird hätten wir, spätestens als wir die kleinen Wollknäuel sahen auch eine Hündin genommen; aber diese Entscheidung wurde uns Gott sei dank abgenommen. Die Hündin warf vier Weibchen und einen Rüden!! Unseren APOLLO.

 

Bis wir unseren Apollo endlich mitnehmen konnten sind wir fast 4000 km gefahren, da wir auch zwischendurch unseren Apollo besuchten. Das war im zweiten Halbjahr 2002.

Seit dieser Zeit ist die Begeisterung und die Liebe für unseren Apollo ständig mehr geworden.

Unser Apollo ist ein sehr dominanter Rüde der einen sehr „Dicken Kopf“ hat, aber uns, dank konsequenter Erziehung und sehr viel Liebe noch nie Probleme bereitet hat. Deshalb sind Apollo und Bingo auch heute noch die besten Freunde obwohl beide Rüden sind.

--Bingo & Apollo-- 

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